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Forschen

marlis prinzingForschen heute, das heisst, als Zwerg auf den Schultern eines immer grösser gewordenen Riesen stehen.

Hinzu kommt ein Weiteres, das Wurzeln in der griechischen Philosophie hat: "Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Ansichten, die wir von ihnen haben", behauptete Epiktet. Objektivität, die einzig gültige Wahrheit gibt es nicht. Nie. Weil jeder die Welt wahrnimmt, dies aber auf seine Weise wertet. 

Umso wichtiger scheint mir, so viel wie möglich über diese Wahrnehmungen und Einordnungen zu wissen. Forschen heisst, ein möglichst immer  genaueres Bild der Wirklichkeit zu fertigen, um ihr Bauprinzip zu erkennen, und dies zur Diskussionen zu stellen. Das liefert Nahrung, auf das der Riese noch ein Stückchen weiter wächst. 

 

 

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